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29.02.2012, 19:03 Uhr
Niedersachsen sorgt für akademischen Nachwuchs
RCDS: „Offene Hochschule“ ist eine Lösung des Fachkräftemangels

Die „Expertenkommission für Forschung und Innovation“ der Bundesregierung, welche seit dem Jahr 2006 besteht, hat eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass Deutschland der akademische Nachwuchs ausgehe. Obwohl die Studienanfängerzahlen stetig steigen, reiche dies nicht mehr aus, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Ein Kernanliegen der sechs so genannten Forschungsweisen stellt eine Flexibilisierung des deutschen Bildungssystems dar.

Mit der Einführung des Modellprojekts „Offene Hochschule“ im Jahr 2010 hat das Land Niedersachsen frühzeitig auf die beschriebenen Tendenzen reagiert. Das Vorhaben verfolgt das Ziel einer verbesserten Durchlässigkeit von beruflicher Bildung und Hochschulbildung. Jeder Berufstätige kann in Niedersachsen unter bestimmten Voraussetzungen ein Studium in der entsprechenden Fachrichtung an den teilnehmenden Universitäten aufnehmen.

„Der RCDS Niedersachsen begrüßt die Einführung des Modells „Offene Hochschule“, da es einem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirkt und die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Hochschulen stärkt. Es setzt ein Zeichen zur Erleichterung des Hochschulzugangs ohne Abitur und sichert somit die Innovationsfähigkeit des Landes, welches die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt hat. Nun müssen gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, sodass vermehrt von dieser Chance Gebrauch gemacht wird. Dabei spielen Kooperationen zwischen der Wirtschaft und den Universitäten sowie den Schulen eine gewichtige Rolle. Zudem müssen maßnahmenbehindernde Regelungen, wie beispielsweise das durch die Föderalismusreform 2006 entstandene Kooperationsverbot, überdacht werden“, so der Landesvorsitzende des RCDS Niedersachsen, Roman Schmitz.