Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) beginnt das neue Jahr mit inhaltlichen Vorschlägen und Forderungen in Fragen der Hochschulpolitik.
Elternunabhängiges BAföG
Ein wichtiger Punkt ist dabei die Einführung eines elternunabhängigen BAföGs.
Die Finanzierungsunterstützung durch das BAföG stellt die zentrale Säule staatlicher Unterstützung für die Studenten dar. Die Kopplung des BAföGs an das Einkommen der Eltern ist jedoch nicht mehr zeitgemäß und hinnehmbar. Die Kosten eines Studiums sollten auf die Profiteure eines solchen verteilt werden: den Staat und die Studenten selbst. Die Eltern werden dadurch in Zukunft stärker entlastet.
Der RCDS Niedersachsen befürwortet daher eine Studienfinanzierung, die sich am Erfolg des Studiums bemisst und setzt sich für ein elternunabhängiges BAföG ein, dass allen deutschen Studenten zur Verfügung stehen soll. Diese Reform des BAföG würde dazu führen, dass jeder Student einen Anspruch auf den Höchstsatz besitzt. Den eigentlichen Förderungsbeitrag kann dieser bis zum Höchstsatz individuell auswählen, je nachdem wie viel Geld der Student zum Bestreiten seines Lebensunterhalts als erforderlich ansieht. Die Rückzahlung wird einkommensabhängig, ähnlich wie bei Bildungsfonds, durch den Studenten zu leisten sein.
Virtuelle Hochschule Niedersachsen
Um das Studium an sich noch flexibler zu gestalten, spricht sich der RCDS Niedersachsen für eine Weiterentwicklung des E-Learnings in der Form einer „Virtuellen Hochschule Niedersachsen“ aus. Diese soll allen niedersächsischen Studenten zur Verfügung stehen und bietet die Möglichkeit, das individuelle Studium über den Lehrplan der eigenen Hochschule hinaus zu erweitern. Die Hochschulen können damit wiederum die eigenen Profile schärfen und den Studenten ein deutlich umfangreicheres und zugleich barrierefreies Studienangebot garantieren.
Flexible Ausgestaltung der Studiendauer
Daneben sollen die weitreichenden Entscheidungsmöglichkeiten im Rahmen der Umsetzung der Bologna-Reformen von den Hochschulen individueller genutzt werden.
Um die Akzeptanz des Bachelorabschlusses weiter zu stärken setz sich der RCDS Niedersachsen für eine flexiblere Ausgestaltung der Studiendauer an den Hochschulen ein. Von der Möglichkeit den Bachelorabschluss in 7 oder 8 Semestern anzubieten, bei gleichzeitiger Verkürzung der Masterstudienzeit, sollte je nach Studiengang vermehrt Gebrauch gemacht werden.
„Wir werden uns in diesem Jahr weiterhin als verlässlicher und sachlicher Ansprechpartner in Fragen der Hochschulpolitik positionieren. Unsere Vorschläge und Forderungen wird der RCDS Niedersachsen auch gegenüber der CDU vertreten, sodass diese in das Regierungsprogramm der CDU Niedersachsen für 2013-2018 mit einfließen“, so der Landesvorsitzende Roman Schmitz. Damit werde der RCDS seiner Rolle als Lobby der Studenten gerecht.