Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Niedersachsen begrüßt die kürzlich bekannt gegebene Förderung von niedersächsischen Hochschulprojekten im Rahmen der Lehrerausbildung. Das Land Niedersachsen unterstützt demzufolge verschiedene Projekte an den acht lehrerbildenden Universitäten mit einer Gesamthöhe von rund einer Million Euro. Jedoch muss das Lehramtsstudium an sich weiter attraktiver gestaltet werden.
„Der Lehrerberuf ist in unserer wissensbasierten Gesellschaft von besonderer Bedeutung und die Aus- und Weiterbildung von Lehrern stellt einen entscheidenden Faktor unseres Bildungssystems dar. Um diese Studiengänge in Niedersachsen effizienter zu gestalten, regt der RCDS Reformen im Lehramtsstudium an“, sagte der RCDS Landesvorsitzende Roman Schmitz.
So sollten bereits im Bachelor die Schwerpunkte Didaktik, Psychologie und pädagogische Kompetenzen, neben der theoretischen Fachwissensvermittlung, berücksichtigt werden und ein ähnlicher Studienaufbau und –ablauf in ganz Niedersachsen sichergestellt sein.
Gerade Studieninteressierte und Studienanfänger im Lehramtsstudium müssen sich zudem bereits vor dem Beginn des Studiums und während ihrer anschließenden Orientierungssemester mit den Stärken und Schwächen ihrer Persönlichkeit auseinandersetzen, die Auswirkungen auf die späteren beruflichen Anforderungen haben. Daher sind frühzeitig durchgeführte Beratungsgespräche und vor allem ein zusätzliches Praktikum während der Orientierungsphase, in welchem erste Erfahrungen im schulischen Alltag und im Umgang mit Kindern gesammelt werden können, verstärkt anzuwenden und in den Studienablauf fest aufzunehmen . Insgesamt soll die Ausbildung an den Universitäten und den Schulen noch stärker verzahnt, sowie mehr Möglichkeiten zur Sammlung praktischer Unterrichtserfahrungen geboten werden.
Der RCDS Niedersachsen spricht sich auch für ein verpflichtendes, mindestens dreimonatiges Auslandspraktikum für Lehramtsstudenten einer modernen Fremdsprache an allen niedersächsischen Hochschulen aus, welches sinnvoll in das Studium integriert werden muss. Die verpflichtenden Auslandspraktika, welche an einigen Universitäten in Niedersachsen bereits bestehenden, haben sich mehr als bewährt. Allerdings sollten die Hochschulen hierbei vermehrt auf Finanzierungsmöglichkeiten hinweisen und ihre Studenten verstärkt durch ein ausreichendes Platzangebot und eine umfassende Betreuung unterstützen.
„Außerdem fordern wir alle acht lehrerbildenden Universitäten in Niedersachsen dazu auf, ihren Bachelorabsolventen, die den Beruf des Lehrers anstreben, einen Platz an ihrer Hochschule im Master of Education zu garantieren. Der Bachelorstudiengang muss insgesamt in Niedersachsen zusätzlich so ausgerichtet werden, dass landesweite Universitätswechsel zum Masterstudium problemloser möglich sind, ohne dass weitere Bachelorkurse nachgeholt werden müssen. So wird die Attraktivität des Lehramtsstudiums weiter gesteigert“, betonte Schmitz.




