Studentenverband: "Niedersächsische Hochschulen sind vielfach unvorbereitet"

Die niedersächsische Hochschulen verfahren, bezüglich der fast überall demnächst anstehenden Prüfungen, sehr uneinheitlich.Trotz der hohen Inzidenzwerte, planen einige Hochschulen weiterhin Prüfungen in Präsenz. Andere hingegen haben Prüfungen verschoben oder sind kurzfristig auf Onlineformate gewechselt.

Beim Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Niedersachsen stößt die derzeitige Situation auf Unverständnis. Jonas Schlossarek, der Vorsitzende des CDU-nahen Studentenverbandes spricht von einem Prüfungschaos. "An vielen Universitäten wurde das letzte Semester nicht genutzt, um digitale Prüfungsformate vorzubereiten. Nun meint man mancherorts,durch die steigenden Corona-Zahlen kalt erwischt worden zu sein. Andere Hochschulen hingegen setzen weiterhin auf Präsenzklausuren und gefährden damit die Gesundheit der Studenten und Mitarbeiter.", kritisiert Schlossarek.

Der 25-jährige Wirtschaftsstudent an der Leibniz Universität Hannover, ist dabei selbst betroffen. Der Universitätspräsident hatte erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, mindestens bis Ende Februar keine Präsenzklausuren zuzulassen. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät habe jedoch fest damit geplant,die kurzfristige Änderung der Prüfungsformates sei ein reines Chaos. Seine Situation sieht Schlossarek als beispielhaft für die vieler Studenten an: "In weiten Teilen Niedersachsens wurde allein mit Präsenzklausuren geplant. Diese sind gemäß der geltenden Corona-Verordnung auch zulässig. Dennoch hätte bereits letztes Jahr jedem klar sein müssen, dass es unverantwortlich und illusorisch ist, hunderte Studenten in einem Raum Klausuren schreiben zu lassen, während das ganze Land im Total-Lockdown ist! "Allerdings gebe es auch positive Beispiele. So gelte etwa an der Juristischen Fakultät seit Semesterbeginn eine Ordnung, die einzig Onlineklausuren zulasse und den Prüfungsumfang genau bestimme.

Der RCDS fordert nun, nicht notwendige Präsenzprüfungen nach Möglichkeit auch kurzfristig digital anzubieten und Prüfungsordnungen so großzügig wie möglich auszulegen. Das teils erhebliche Organisationsversagen dürfe nicht zulasten der Studenten gehen. "Für die Zukunft hoffen wir, dass nach diesem zweiten Lockdown auch an denjenigen Universitäten der Lernprozess einsetzt, an denen er bisher noch nicht ausreichend festzustellen ist!", richtet Schlossarek einen eindringlichen Appell an die niedersächsischen Hochschulpräsidenten.

Pressemitteilung RCDS kritisert Püfungschaos

Kontaktperson

Kai-Christian Schönwald

Landesgeschäftsführer

schoenwald@cdu-niedersachsen.de

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag