Studentenverband: „Gewalttäter gehören hinter Gitter und nicht auf den Campus“

Mit der sogenannten „Niedersächsischen Erklärung“ haben mehrere Unterzeichner den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) kritisiert. Dieser hatte zuvor verlauten lassen, ein Verbot von linksradikalen Gruppierungen der Antifa zu prüfen. Damit reagiert er wiederum auf einen Brandanschlag auf die niedersächsische Landesaufnahmebehörde, bei dem ein Dutzend Autos zerstört wurden.

Zu den Unterzeichnern der Erklärung, die unter wirsindalleantifa.wordpress.com zu finden ist, gehören auch die ASTen (Allgemeine Studierendenausschüsse) der Universitäten Göttingen, Hannover, Oldenburg, Osnabrück und der HAWK. Der Vorsitzende des Ring Christlich-Demokratischer Studenten Niedersachsachsen (RCDS), Jonas Schlossarek, kritisiert das scharf: „Die unterzeichnenden ASten sind beim Thema Linksextremismus eindeutig blind. Leider beobachten wir regelmäßig, dass Antifa Projekte auch finanziell aus Studentengeldern unterstützt werden. Dabei bewegen sich die ASten meist nicht nur an der Grenze des rechtlich Zulässigen, sondern überschreiten diese sogar.“

Mit der nun veröffentlichten Erklärung, ist aus Sicht des RCDS jedoch ein neuer Höhepunkt erreicht. „Die Gleichsetzung von Überlebenden der Konzentrationslager mit heutigen linksextremen Gewalttätern ist einfach nur geschmacklos. Den durch linke Hochschulgruppen gestellten ASten ist offenbar nichts zu peinlich!“, so Schlossarek.

Den niedersächsischen Innenminister will der RCDS hingegen in seinem Vorgehen ermutigen. Linksextremismus sei auch an niedersächsischen Hochschulen weiterhin ein Problem. „Der bloße Verweis darauf, dass Rechtsextreme ja viel schlimmer seien, hilft Opfern linksextremer Gewalt nicht weiter. Gewalttäter gehören hinter Gitter und nicht auf den Campus – egal ob links oder rechts.“, so der RCDS-Vorsitzende abschließend.

Pressemitteilung RCDS übt scharfe Kritik an Asten nach Antifa Unterstützung

Kontaktperson

Kai-Christian Schönwald

Landesgeschäftsführer

schoenwald@cdu-niedersachsen.de

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